Wer sind die ZiviltechnikerInnen

Staatlich befugte und beeidete ZiviltechnikerInnen sind natürliche Personen, die auf

  • technischen 
  • naturwissenschaftlichen
  • montanistischen Fachgebieten oder
  • Fachgebieten der Bodenkultur

aufgrund der vom Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend verliehenen Befugnis freiberuflich tätig sind. Die Fachgebiete umfassen insgesamt knapp 100 verschiedene Befugnisse.

Die Einteilung der ZiviltechnikerInnen erfolgt in

  • ArchitektInnen und
  • IngenieurkonsulentInnen

Die Bezeichnung der Befugnis richtet sich nach dem absolvierten Studium und bringt das entsprechende Fachgebiet zum Ausdruck. (Beispiele für Berufsbezeichnungen: ArchitektIn, IngenieurkonsulentIn für Bauingenieurwesen, IngenieurkonsulentIn für Vermessungswesen, etc.).

Bis 1994 wurde auch die Befugnis des Zivilingenieurs verliehen. 

Als äußeres Zeichen der staatlichen Befugnis und Beeidigung führen ZiviltechnikerInnen ein Siegel mit dem Bundeswappen der Republik Österreich. Dieses ist auf allen von ihm erstellten öffentlichen Urkunden anzubringen.

ZiviltechnikerInnen als öffentliche Urkundspersonen

ZiviltechnikerInnen sind mit "öffentlichen Glauben" versehene Personen gemäß § 292 Zivilprozessordnung (öffentliche Urkundsperson). Sie sind berechtigt, im Rahmen ihrer Befugnis öffentliche Urkunden zu errichten, die von Verwaltungsbehörden so angesehen werden, als ob sie von Behörden selbst ausgefertigt worden wären.

ZiviltechnikerInnen sind verpflichtet, die gesetzlichen Berufspflichten sowie die Standesregeln einzuhalten. Dies wird durch die Disziplinargerichtsbarkeit der Kammern sichergestellt.