Voraussetzungen

Staatsangehörige und deren Familienangehörige eines Mitgliedstaates der EU oder eines Vertragsstaates des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR), sowie Staatsangehörige der Schweizerischen Eidgenossenschaft, die in ihrem Herkunftsmitgliedstaat den Beruf eines freiberuflichen Architekten befugt ausüben, dürfen sich auf dem Gebiet der Republik Österreich zur Ausübung des Berufes eines freiberuflichen Architekten niederlassen, wenn kein Ausschließungsgrund vorliegt und ihnen die Befugnis eines Architekten vom Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend verliehen wurde.

Von der Verleihung einer Befugnis sind Personen ausgeschlossen:

  • die in ihrer Handlungsfähigkeit beschränkt sind,
  • über deren Vermögen der Konkurs anhängig ist oder innerhalb der letzten drei Jahre eröffnet worden ist, sofern nicht der Konkurs nach einem Zwangsausgleich oder nach Bestätigung des Zahlungsplans aufgehoben worden ist,
  • über deren Vermögen der Konkurs mangels Bestätigung eines hinreichenden Vermögens innerhalb der letzten drei Jahre nicht eröffnet worden ist,
  • denen die Befugnis aberkannt wurde (ausgenommen Befugnisverzicht)
  • die in einem öffentlichen Dienstverhältnis des Dienststandes, es sei denn ausschließlich als Lehrer an öffentlichen oder mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Lehranstalten, stehen oder die aus dem öffentlichen Dienst auf Grund eines Disziplinarerkenntnisses entlassen wurden,
  • die nicht über die zur Ausübung erforderliche Zuverlässigkeit verfügen.

 Ziviltechniker sind eingeteilt in:   Architekten und Ingenieurkonsulenten

Die Verleihung der Befugnis eines Ingenieurkonsulenten an den oben genannten Personenkreis setzt auch voraus, dass die geltend gemachte Berufsqualifikation zur fachlichen Befähigung gleichwertig (iSd Berufsanerkennungs-RL) ist.

Dies ist insbesondere nicht der Fall, wenn

  • sich die geltend gemachte Ausbildung auf Fächer bezieht, die sich wesentlich von den nach diesem Bundesgesetz vorgeschriebenen Ausbildungsnachweisen unterscheiden oder
  • wenn die zum Befugnisumfang eines Ingenieurkonsulenten gehörenden Leistungen im Herkunftsmitgliedstaat des Antragstellers nicht Bestandteil des entsprechenden reglementierten Berufs sind und wenn dieser Unterschied in einer besonderen Ausbildung nach den Bestimmungen dieses Bundesgesetzes besteht

Die mangelnde Gleichwertigkeit der geltend gemachten Berufsqualifikation zur fachlichen Befähigung ist durch die Absolvierung einer Eignungsprüfung oder eines höchstens zweijährigen Anpassungslehrganges auszugleichen.

 

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