Linz, 28. November 2016

Vollversammlung 2016

Zweiter Landtagspräsident Adalbert Cramer, Sektionsvorsitzende-Stv. Inge Krebs-Hinterwirth, LH-Stv. Thomas Stelzer, Vizepräsidentin Olivia Schimek-Hickisch und Präsident Rudolf Kolbe © Arch+Ing
Mittlerweile ein Stammgast: Präsident Rudolf Kolbe erhält vom Präsident der Tschechischen Ingenieurekammer Frantisek Hladik ein kleines Geschenk © Arch+Ing
Das Duo Markus Reisinger und Thomas Mandel unterhielt die Gäste mit ihren Jazz-Einlagen © Arch+Ing
Ziviltechnikerkammer thematisiert Vergabeverfahren und Novellierung des Berufsrechts

 

Bei der Vollversammlung der Ziviltechnikerkammer am 25. November 2016 in der Landesdirektion OÖ der Wiener Städtischen standen die Themen Vergabeverfahren und Novellierung des Berufsrechts im Vordergrund. Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer sprach in seinem Festreferat über die vielfältigen Herausforderungen und Chancen denen sich Oberösterreich stellen muss.

„Man kann sehr vieles bewegen, wenn man konstant an einer Sache dranbleibt“, so Präsident der Ziviltechnikerkammer BR. h.c. Dipl.-Ing. Rudolf Kolbe in seinem einleitenden Bericht. Im vergangenen Jahr stand die Kammer einige Male vor Bauprojekten, die unter heiklen Bedingungen ausgeschrieben waren. Mit gezielten Gesprächen gemeinsam mit den Auftraggebern und steter Ausdauer konnten viele davon in eine positive Richtung gelenkt werden. Beispiele wie diese zeigen erneut, dass sich durch Zusammenhalt und Geschlossenheit jedes Blatt wenden kann. Ein weiteres wichtiges Thema war die Novellierung von Ziviltechnikergesetz (ZTG) und Ziviltechnikerkammergesetz (ZTKG), deren erster Arbeitsentwurf des Ministeriums im Kammertag im Oktober vorgestellt und zum Teil auch konstroversiell diskutiert wurde. Nach dem aktuellen Zwischenstand sollen das ZTG und das ZTKG zu einem gemeinsamen Gesetz zusammengeführt werden.

Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer thematisierte in seinem Festreferat „Mut und Hausverstand. Aktuelle Herausforderungen für Oberösterreich.“ anhand der Schlagworte Asyl, Arbeit und Ausbildung die Chancen und Sorgen unseres Bundeslandes. Stelzer ist der Meinung, dass das Zusammenwachsen unter den Menschen über die Vermittlung der gemeinsamen Sprache und Grundwerte sehr gut funktionieren und Möglichkeiten bieten kann. Bei dem Schlagwort Arbeit streicht er die gemeinsamen Berührungspunkte mit Ziviltechnikern hervor und beschreibt anhand des Beispiels von einem Kindergarten-Neubau die unzähligen Vorschriften die zu beachten sind, sodass es schwer fällt, kindgerecht zu bauen. „Der Hausverstand soll in solchen Fällen immer Vorrang haben“, appelliert Stelzer. 

Bei dem Punkt Ausbildung setzt Stelzer vor allem auf frühkindliche Bildung und den angemessenen Mitteleinsatz durch Pädagogen und nimmt auch hier wieder den verbindenden Faden zu Architektur und Bauwesen auf: „Wenn man ein gutes Ergebnis erzielen möchte, muss man viel Zeit und Ausdauer in das Fundament investieren“. Genauso verhält es sich mit der Bildung: Um ein selbstreflektierter Mensch zu werden, muss viel Engagement und Geduld in die Ausbildung — begonnen bei den ganz Kleinen — gesteckt werden.


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Mag. Karoline Schicketmüller
Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten
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