Anpassung der EU-Schwellenwerte

Für Ausschreibungen nach dem Bundesvergabegesetz gelten aufgrund der neuen EU-Verordnungen 2017/2364 und 2017/2365 ab dem 1.1.2018 erhöhte Schwellenwerte.

Ab folgenden Schwellenwerten müssen Vergabeverfahren, die nach dem 1.1.2018 eingeleitet werden, EU-weit bekanntgemacht werden:

Bauaufträge und Baukonzessionsverträge:

  • Alle Auftraggeber                                     EUR 5.548.000,00

 

Lieferaufträge und Dienstleistungsaufträge:

  •     Öffentliche Auftraggeber                     EUR 221.000,00
  •     Zentrale Beschaffungsstellen           EUR 144.000,00
  •     Sektorenauftraggeber                         EUR 443.000,00

Unverändert davon gilt die Schwellenwerteverordnung 2012 (BGBl II 95/2012 idF BGBl II 250/2016) vorerst bis 31.12.2018.

Daher sind Direktvergaben bei Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträgen grundsätzlich bis zu einem geschätzten Auftragswert von EUR 100.000,00 möglich.

Bei Bauaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert EUR 1.000.000,00 ist ein nicht offenes Verfahren möglich, wenn zumindest drei qualifizierte Unternehmen zur Angebotslegung einladen werden.

Stand 9.1.2018

 

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